Montag, 15. Juli 2019

Befristungen bei Arbeitsstellen auf Dauerhoch

Befristungen sind nicht zukunftsweisend. Unternehmen zieht euch warm an: Der Generationenwechsel kommt. Doch die Firmen befristen weiter!

 

Veraltetes Denken in den Führungsetagen

 

Einerseits herrscht in den Führungsetagen von Unternehmen ein veraltetes Denken. Nur kein Risiko eingehen, mehr Leistung aus den Beschäftigten durch Drohung von Arbeitslosigkeit herausholen. Wir befristen weiter! Die Fakten: „Die Zahl befristeter Jobs hat 2017 einen Rekordstand erreicht. Rund 3,15 Millionen der Beschäftigten hatten einen befristeten Arbeitsvertrag, teilte das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) am mit. Das entsprach einem Anteil von 8,3 Prozent.“

Mangelnde Sicherung von qualifiziertem Nachwuchs 

 

Andererseits droht durch die mangelnde Sicherung von qualifiziertem Nachwuchs durch unbefristete Arbeitsplätze in den nächsten 5 Jahren eine Katastrophe für die Wirtschaft: Stimmen vermelden: “Der Generationswechsel wird für den Mittelstand zu einer zentralen Herausforderung. Der anstehende Generationswechsel im deutschen Mittelstand entwickelt sich laut einer KfW-Studie in wachsendem Maße zu einem Problem.“
Es wird eine Überalterung in den Unternehmen vollkommen ignoriert. Denn viele Manager und Führungskräfte erreichen langsam, die Altersgrenze. 53 Prozent aller Manager in Deutschland sind bereits über 50 Jahre alt. Was zur Konsequenz hat, dass sie sich in absehbarer Zeit aus dem Arbeitsleben verabschieden dürften. Zum anderen rücken im Schnitt gerade einmal 22 Prozent der Nachwuchskräfte nach.

Nach mir die Sintflut

 

Es entsteht in absehbarer Zeit eine Beschäftigungslücke. Doch fast alle Großunternehmen und Mittelständler verschließen davor die Augen. Sie bleiben bei der bewährten Methode aus den fetten Zeiten, des Überflusses an gut qualifizierten und preiswerten Arbeitskräften. Also weiter Befristungen und nach mir die Sintflut.

Auf zu neuen Ufern? Nö!

 

Auch die Arbeitnehmer verharren im alten Muster. Ich darf mich nicht rühren, nicht mehr Gehalt fordern. Diese Zeiten sind bald vorbei. In Zukunft werden sich die Arbeitgeber bei den Nachwuchskräften bewerben. Sie werden die Fachkräfte auch durch langfristige Arbeitsverträge mit langen Kündigungsfristen binden wollen, aber noch nicht jetzt. But, times are changin´.

Montag, 1. Juli 2019

Bewerbung: Für Azubis fällt Bewerbungsschreiben weg!

Verschwindet das Bewerbungsanschreiben komplett aus der Bewerbung?


Nicht für alle, sondern nur für die neuen Azubis der Deutschen Bahn, fällt mit dem Ausbildungsjahr 2018/2019 die Forderung nach einem Bewerbungsschreiben oder Motivationsschreiben weg.



  Anforderungen an potentielle Auszubildenden zu hoch


Die Anforderungen an die potentiellen Auszubildenden seien mit dem Anschreiben bei der Bewerbung zu hoch. Viele würden abgeschreckt, man wolle die Hürden senken. Hintergrund ist ein immer deutlich werdender Fachkräftemangel und die Sorge um geeigneten Nachwuchs beim Staatsbetrieb.

Wer verzichtet noch aufs Anschreiben?


Wenn sich das Weglassen des Anschreibens als Wettbewerbsvorteil beim Kampf um den Nachwuchs herausstellen sollte, könnte es Nachahmer geben. Damit würde eine kleine Revolution auf dem Bewerbermarkt ausgelöst.

Denn nichts fällt den Bewerbern so schwer, wie die Formulierung der eigenen Motivation und Erfahrungen im Anschreiben. Viele quälen sich regelrecht mit dem Bewerbungsschreiben. Was hat man nicht alles für Tipps zum richtigen Bewerbungsschreiben im Internet gelesen – oftmals widersprüchlich oder zu abstrakt. Für die Mehrzahl der Auszubildenden wäre der Wegfall des Anschreibens eine Verbesserung.

Die Personalabteilung der Deutschen Bahn meinte, „wir prüfen die Motivation zusätzlich im Vorstellungsgespräch.“

Wird jetzt damit das Bewerbungsgespräch aufgerüstet? 


Muss sich der zukünftige Auszubildende nun noch besser darauf vorbereiten. Die Wahrscheinlichkeit ist hoch! Doch nun können sich die Bewerber um eine Ausbildungsstelle bei der Deutschen Bahn für das Ausbildungsjahr 2019 freuen. Eine kleine Erleichterung durch den Verzicht auf ein Anschreiben.

Trotzdem wird die Bahn alleine damit keinen Wendepunkt beim demografischen Wandel schaffen. Dazu sind noch weitere Maßnahmen zur Personalsuche und Recruiting notwendig.

Montag, 24. Juni 2019

Bewerbungstraining: Hilfe, habe meine letzte Bewerbung vor 18 Jahren geschrieben

Bewerbungstraining zum Start der beruflichen Neuorientierung nach Kündigung

 

Firmen schließen Standorte oder verlagern Niederlassungen. Mitarbeiter müssen sich neue Jobs suchen, sich bewerben. Von diesen Unternehmen werde ich als Bewerbungstrainer mit Bewerbungstraining am Standort beauftragt. Ziel ist es, die gekündigten Mitarbeiter, fit für die Bewerbung und das Bewerbungsgespräch zu machen.

Bewerbertraining ist für Mitarbeiter, die sich längere Zeit nicht mehr beworben haben, besonders sinnvoll. Das hat sich bei meinem letzten Training in einem Unternehmen in Hilden wieder deutlich gezeigt. An dem Seminar nahmen mehrere Mitarbeiter teil, die sich seit 14-18 Jahren nicht mehr beworben hatten.

Eine Teilnehmerin erzählte mir diese Geschichte: „Ich dachte, du musst dich jetzt mit der Bewerbung beschäftigen. Dann bin ich los und habe mir eine Tageszeitung gekauft. Denn ich wollte nach Stellen suchen. Leider habe ich festgestellt, in der Zeitung waren fast keine Anzeigen mehr. Es wurde mir bewusst, es hat sich viel geändert. Das letzte Mal habe ich mich vor 18 Jahren beworben.“
Jetzt gab es kein Halten mehr. Ich wurde mit Fragen bombardiert. "Wo suche ich im Internet nach Stellen? Was sind die besten Jobbörsen? Wie suche ich nach Jobs?"

Jobsuche mit unterschiedlichen Berufsbezeichnungen 

 

Meine Antworten: „Als erstes überlegen Sie, nach welchen Berufsbezeichnungen Sie suchen wollen?“

Es werden von Unternehmen unterschiedliche Berufsbezeichnungen für die gleichen Tätigkeiten benutzt. Nehmen wir zum Beispiel den Beruf Exportsachbearbeiterin. Es gibt verschiedene Bezeichnungen, unter denen Sie suchen können: Import- und Exportsachbearbeiterin, Mitarbeiter Auftragsabwicklung Export, Sachbearbeiter Auftragsmanagement Export, Exportkauffrau oder Industriekauffrau oder Sachbearbeiter Customer Service Export.

Schulungsteilnehmer: „Das ist aber kompliziert. Es ist mir klar geworden, dass ich heutzutage für die Stellensuche mehr Zeit benötige als früher.“
Bewerbungstrainer: „Im nächsten Schritt geht es zur Jobsuche. Am besten arbeiten Sie mit Metasuchmaschinen. Diese Suchmaschinen ermöglichen es Ihnen, viele Stellenbörsen gleichzeitig durchzusuchen. Dies hat den Vorteil, dass Sie schnell eine Übersicht über die Online-Stellenangebote bekommen.“

Jobbörsen - Metasuchmaschinen

 

Bekannte Metasuchmaschinen sind:
  1. www.icjobs.de
  2. www.kimeta.de
  3. www.jobrobot.de
  4. www.jobanova.de
  5. www.careerjet.de
  6. www.jobrapido.de
  7. www.indeed.de

Bewerbungsarten

 

„Auf welchem Weg bewerbe ich mich richtig? Ich habe gehört Bewerbungsmappen sind out.“
 
Bewerbung mit Bewerbungsmappe
Es gibt 3 gängige Bewerbungsarten. Die klassische Bewerbung mit Bewerbungsmappe per Post. Die stirbt aus.

Online-Bewerbung per E-Mail
Die Online-Bewerbung, bei der alle Bewerbungsunterlagen inklusive Zeugnisse in einer Datei zusammengefasst werden. Diese Datei wird in eine PDF umgewandelt und als Anhang an eine Bewerbungsemailadresse der Firma verschickt. Es ist auf die Dateigröße zu achten. Es sollten nicht mehr als 6 MB sein.

Bewerbung über ein Bewerbungsportal
Bei großen Unternehmen immer beliebter, wird die Bewerbung über ein Bewerbungsportal. Der Bewerber muss sich registrieren. Im nächsten Schritt trägt er nach Vorgaben des Portals die gewünschten Daten ein. Er lädt Lebenslauf, Anschreiben, Bewerbungsfoto und Arbeitszeugnisse hoch. Wichtig: Den Benutzernamen und Passwort notieren.

Wie starte ich mein Bewerbungsschreiben?

 

„Früher habe ich immer geschrieben: Mit großem Interesse habe ich Ihre Stellenanzeige im XY-Anzeiger gelesen und möchte mich darauf bewerben. Macht man das nicht mehr so?“
"Nein, Sie müssen einen direkten Bezug zu den Aufgaben und Ihrer Berufserfahrung herstellen. Ein Beispiel: Europa-Sekretärin mit über 10-jähriger Erfahrung in Verwaltung, Organisation und Umgang mit Kunden, möchte gern Ihr Team mit Ihren Fachkompetenzen verstärken!"

Aufbau vom Lebenslauf

 

Die nächsten Fragen der potentiellen Bewerber drehten sich um den Lebenslauf. „Wie wird heute ein Lebenslauf aufgebaut? Was gehört alles in den Lebenslauf? Was mache ich mit dem Bewerbungsfoto?“

Wenn Sie den Lebenslauf schreiben, benötigen Sie eine übersichtliche Struktur. Standard ist der tabellarische Lebenslauf. Der Briefkopf mit den Kontaktdaten kommt zuerst. Es folgen Geburtsdatum und Geburtsort sowie Familienstand.

Die einzelnen Erfahrungsbereiche werden durch Überschriften gegliedert. Üblich sind diese Bereiche:
  1. Persönliche Angaben
  2. Berufserfahrung
  3. Fortbildungen
  4. Praktika
  5. Auslandserfahrung
  6. Nebentätigkeiten
  7. Studium
  8. Ausbildung
  9. Schule
  10. Qualifikationen: Sprachen und IT-Kenntnisse...
  11.  
Die Zeiten werden in eine Spalten ganz links geschrieben. Üblich ist die Schreibweise in Monaten: 02/2010 – 06/2018. Es folgen in einer mittleren Spalte die Berufsbezeichnung, der Firmenname und der Ort. Darunter werden 3-5 Aufgaben aus dem Berufsalltag aufgelistet.

Außerdem wird der Lebenslauf nicht mehr chronologisch aufgebaut mit Schule Ausbildung Studium und Berufstätigkeit. Es wird nach amerikanischem Muster verfahren. Die Gliederung im Lebenslauf beginnt mit der Berufserfahrung / Berufstätigkeit. Die zeitlich aktuellste Stelle kommt nach oben. Ähnlich wird bei den anderen Rubriken verfahren. Das digitale Bewerbungsfoto kommt rechts oben auf den Lebenslauf oder auf ein separates Deckblatt.

„Das ist aber ganz anders, als ich es noch von früher kenne," meint eine Teilnehmerin des Seminars. "Wir haben mit Jahreszahlen gearbeitet. Aufgaben wurden gar nicht aufgeführt.“ 

Die Zeiten haben sich geändert. Die Unternehmen möchten die Bewerber besser einschätzen können. Deswegen sind mehr Informationen im Lebenslauf für den Bewerbungserfolg nötig.

Alle Teilnehmer des Bewerbungstrainings haben sich bei mir als Bewerbungstrainer recht herzlich bedankt. Sie hätten viele wertvolle Informationen rund um die Bewerbung erhalten. Sie müssten jetzt umdenken und sich an die geänderten Herausforderungen anpassen. Mein Training habe ihnen beim ersten Schritt in Richtung berufliche Neuorientierung geholfen.

Montag, 10. Juni 2019

Wie bewerbe ich mich richtig? Antworten gibts im Bewerbungscoaching

Die Bezeichnungen Bewerbungscoaching oder Bewerbungscoach gibt es noch gar nicht so lange. Diese neue Dienstleistung ist Ende der 90-iger Jahre entstanden, als Deutschland wirtschaftlich schlecht da stand.

 

Wie entstand Bewerbungscoaching? Was können Sie von einem Bewerbungscoach erwarten?


Weniger Jobs - immer perfektere Bewerbungen!

 

Immer mehr Arbeitnehmer bewarben sich auf immer weniger Jobs. Der Aufbau und das Design einer perfekten Bewerbung, der gesamten Bewerbungsunterlagen bekam eine größere Bedeutung. Man musste mit der eigenen Bewerbung, dem Lebenslauf herausstechen, um einen der begehrten Arbeitsplätze zu erringen. Das Bewerbung schreiben wurde schwieriger.

Unternehmen gegenüber Bewerbern immer anspruchsvoller

 

Die Unternehmen und speziell die Personaler wurden bei der Auswahl der Bewerber und der Bewerbungen anspruchvoller. Sie konnten aus einer großen Anzahl von Kandidaten und Qualifikationen auswählen. Absolventen, die Auslandserfahrung vorweisen konnten, hatten damals die Nase vorne. Das sprach sich schnell herum. Bald hatten viele Studierende ein Auslandssemester vorzuweisen.

Neue Bewerbungsstandards entstanden

 

Nach und nach entstanden rund um die Bewerbung und den Lebenslauf neue Standards. Der Lebenslauf wurde plötzlich umgekehrt chronologisch erwartet. Es wurden der Berufstätigkeit Aufgaben zugeordnet. Das Bewerbungsfoto wurde immer größer. Ein Deckblatt wurde vor den Lebenslauf gestellt. Führungskräfte nannten den Lebenslauf jetzt CV – Curriculum Vitae. Das Anschreiben, auch Bewerbungsschreiben genannt, verwandelte sich in einen Werbebrief oder es wurden Motivationsschreiben gefordert.

Die Vorbereitung aufs Vorstellungsgespräch wurde aufwendiger

 

Die Anforderungen im Vorstellungsgespräch stiegen. Es gab ein zweites oder sogar drittes Vorstellungsgespräch. Es bürgerte sich ein, im Bewerbungsgespräch, Fragen nach Stärken und Schwächen neben den Fachfragen zu stellen. Der Vorbereitung auf das Vorstellungsgespräch wurde ein höherer Stellenwert eingeräumt.

Kündigungen und Entlassungen wurden einfacher

 

Mitarbeitern und Managern wurde schneller gekündigt. Es gab einen neuen Sprachgebrauch für die Kündigung oder Entlassung. Es hieß jetzt: Mitarbeiter oder Führungskräfte werden frei gestellt.
Kündigungen wurden normaler. Mehr Bewerber hatte Lücken im Lebenslauf oder häufiger neue Arbeitgeber. Die Lebensläufe wurden länger, denn sie mussten jetzt aussagekräftig sein. Berufskarrieren mit 30 Jahren Zugehörigkeit zum Unternehmen wurden seltener. Seit 2000 gab es mehr befristete Arbeitsverträge. Es wurde von Führungskräften gesagt: „Ich suche eine neue berufliche Herausforderung oder ich befinde mich in einer Phase der beruflichen Neuorientierung, Umorientierung."

Jobsuche im Internet und neue Online-Stellenmärkte und entstanden

 

Dazu kam das Internet mit seinen neuen Möglichkeiten der Jobsuche über Online Jobbörsen und Stellenmärkte. Es war nun leichter und schwer zugleich, sich zu bewerben. Alles ging schneller. Die Jobsuche wurde durch den rapiden Zuwachs an Online-Stellenbörsen unübersichtlicher.

Neu: kostenlose Bewerbungstipps, Bewerbungsratgeber im Web

 

Früher musste man sich ein Fachbuch über Bewerbung kaufen. Jetzt gab es erste kostenlose Bewerbungstipps und Bewerbungsratgeber im Web. Diese widersprachen sich und verwirrten die Arbeitnehmer. Bewerbungen wurden nicht mehr, wie früher nur als Bewerbungsmappe versandt, sondern per E-Mail.

Das Bewerben wurde "eigene Wissenschaft"

 

Die Bewerbung und das Vorstellungsgespräch wurden für die meisten Stellensuchenden, ähnlich wie das Steuerrecht, zu einer eigenständigen Wissenschaft. Vom einzelnen Bewerber wurde immer mehr gefordert und die Arbeitgeber bei der Kandidatenauswahl immer anspruchsvoller.

Viele Bewerber mit der Bewerbungssituation überfordert

 

Viele Bewerber waren und sind immer noch mit diesen Entwicklungen auf dem heutigen Arbeitsmarkt überfordert. Aktuell kommt die Entwicklung hin zur Social Media Bewerbung über Portale wie Xing oder LinkedIn hinzu. Daneben laden Bewerber den Lebenslauf und die Arbeitszeugnisse in Bewerbungsportale von Jobbörsen und hoffen von Personalern gefunden zu werden.
 

Coaching kam immer mehr in Mode

 

Parallel zu der Aufrüstung bei der Bewerbung, kam aus Amerika der Begriff des Coaching immer mehr in Mode. Im Coaching werden im Unterschied zur klassischen Beratung keine direkten Lösungsvorschläge durch den Coach geliefert. Es wird die Entwicklung eigener Lösungen des Klienten begleitet.

Symbiose von Bewerbung & Coaching zu Bewerbungscoaching

 

Die beiden Worte Bewerbung und Coaching gingen eine Verbindung ein. Daraus entstanden: Bewerbungscoach und Bewerbungscoaching, also der Berater, der Beratung rund um das Bewerben anbietet. Ein neuer Beruf war geboren.

Tipp: Wenn Sie Hilfe rund um Bewerbung, Vorstellungsgespräch  suchen, sollten Sie bei der Suche nach einem professionellem Bewerbungscoaching, alternativ die Begriffe Bewerbungshilfe, Bewerbungsberatung, Bewerbungstraining, Karriereberatung, Karriere Coaching, Job Coaching, Bewerbertraining oder Bewerber Coaching benutzen. Dann finden Sie sicher den richtigen Coach.

Montag, 27. Mai 2019

Wie sich Bewerber richtig aufs Vorstellungsgespräch vorbereiten - Tipps

Tipps, wie Sie sich perfekt auf Fragen und Antworten im Vorstellungsgespräch vorbereiten.

 

Die Einladung zum Vorstellungsgespräch liegt Ihnen als Kandidat vor. Werden Sie nervös, wenn Sie an Ihr Bewerbungsgespräch denken? Das ist nachvollziehbar. Denn das Einstellungsgespräch ist für viele Bewerber eine große kommunikative Herausforderung.

Da ist eine gute Vorbereitung genau richtig, damit Sie sich im Gespräch sicher fühlen. Doch wie bereiten Sie sich effektiv vor?

Die Kleidung – das richtige Outfit


Die richtige Kleidung spielt beim Bewerbungsgespräch eine wichtige Rolle. Mit dem Outfit zeigen Sie, dass Sie die Branche kennen und ins Unternehmen passen. Bei einer Studie beim amerikanischen Militär kam heraus, die Offiziersanwärter, die sich dem nächsten Dienstgrad am stärksten anpassten, wurden am schnellsten befördert.

Organisatorisches – Anfahrt


Ganz klar, pünktlich sein ist in Deutschland enorm wichtig. Daher bei den Fahrzeiten einen Puffer planen. Auf einem ordentlichen Notizblock, eigene Fragen formulieren und einen kompletten Satz der Bewerbungsunterlagen mitnehmen.

Der Arbeitgeber und die Gesprächspartner einschätzen


Am Anfang der Vorbereitung sammeln Sie Informationen. Informieren Sie sich über das Unternehmen, das Tätigkeitsfeld und die Gesprächspartner. Durchsuchen Sie die Webseite der Firma, googeln Sie die Namen der Ansprechpartner, suchen Sie diese auf XING oder LinkedIn. Wenn Sie Fotos der Beteiligten finden, überlegen Sie, wie die Gesprächspartner auf Sie wirken. Das gibt Sicherheit.

Die Gesprächsinhalte vorbereiten


Im nächsten Schritt wird das Vorstellungsgespräch inhaltlich vorbereitet. Nehmen Sie sich die Stellenanzeige vor. Welche der Aufgaben haben Sie durchgeführt? Schauen Sie in Ihr Anschreiben. Was haben Sie geschrieben? Was sagt Ihr Lebenslauf über Ihre Berufserfahrung aus? Welche Punkte stimmen mit den Anforderungen aus der Stellenbeschreibung überein? Denken Sie über konkrete Beispiele aus Ihrer Berufspraxis nach. Denn nichts macht ein Bewerbungsgespräch lebendiger als praktische Beispiele. Daran kann jeder Personaler erkennen, was Sie an Know-how mitbringen.

Die Selbstpräsentation des beruflichen Werdegangs


Nachdem die Firma sich präsentiert hat, wird der Personaler Sie auffordern sich vorzustellen? Die Frage kann so lauten: "Erzählen Sie doch etwas über sich! Oder würden Sie sich uns kurz persönlich vorstellen?" Diese Präsentation ist der Dreh- und Angelpunkt des gesamten Bewerbungsgespräches. Sinnvoll ist es, seinen Lebenslauf genau anzusehen. Bei der Selbstpräsentation macht es, bei längerer Berufserfahrung Sinn, inhaltliche Schwerpunkte zu setzen. Das bedeutet: Nur die wichtigsten Stationen nennen. Von Vorteil ist es, Aufgaben aus der Stellenanzeige anzuführen.

Die mentale Einstellung und Körpersignale


Manche Bewerber strahlen unbewusst negative Signale aus - Langeweile, Desinteresse, Angst. Die Auswirkungen auf die Gesprächsteilnehmer sind nicht zu unterschätzen. Nach dem Training eines Bewerbungsgespräches, teilte mir ein Kunde seine Erkenntnis mit. „Was ich über mich denke, denkt der Personaler über mich. Wenn ich von mir ehrlich überzeugt bin, hat das Auswirkungen auf mein Gegenüber.“ Diese Aussage habe ich häufiger von Kunden gehört.

Fragen fürs Vorstellungsgespräch vorbereiten


Das Einstellungsgespräch wird vom Arbeitgeber geführt, um den potentiellen Mitarbeiter fachlich und als Mensch besser einschätzen zu können. Dazu wird er Fragen stellen. Was antworten Sie auf diese Fragen? Die  häufigsten sind:
  1. Erzählen Sie mir etwas über sich.
  2. Warum haben Sie sich bei uns beworben?
  3. Warum möchten Sie wechseln?
  4. Was wissen Sie über unser Unternehmen?
  5. Warum sollen wir Sie einstellen?

Die Kommunikation üben


Das Vorstellungsgespräch wird häufig emotional stark aufgeladen. Der Bewerber macht sich Druck. Diese Stelle muss es sein. Manchmal endet das in einem kurzen Blackout oder einer Sprechblockade. Menschen gewinnen Sicherheit durch Übung. Damit der Druck abgebaut wird, hat es sich bewährt, den Ablauf und das Vorstellungsgespräch zu üben.

Positiv ist es, sich gute Formulierungen auszudenken und auszusprechen. So lernen Sie die eigene Kommunikation kennen. Am besten ist die Vorbereitung auf das Vorstellungsgespräch durch ein Rollenspiel mit einer Videoaufnahme bei einem professionellen Bewerbungstrainer. Sie erhalten Feedback über Ihre Körperhaltung und Gesprächsführung. Sie nehmen wahr, wie Sie wirken.

Montag, 13. Mai 2019

Lebenslauf schreiben: Karrierekiller oder Karrierekick?

Der Lebenslauf ist das wichtigste Dokument in der Bewerbung. Das haben mir viele Personaler in Gesprächen bestätigt. Wie ist ein Lebenslauf aufgebaut?

 

Aufbau


Im Kopf des Lebenslaufes befinden sich alle persönlichen Angaben wie Vorname, Nachname, Geburtstag und Ort, Familienstand und Staatsangehörigkeit. Empfehlung: Die Kontaktdaten wie Adresse, Telefon oder E-Mail in einen eigenen Briefkopf einarbeiten.
Der tabellarische Lebenslauf ist übersichtlich und klar strukturiert. Das bedeutet, die Schulzeit, Zeiten von Ausbildung, Studium, Fortbildung und Berufstätigkeit in Form einer Tabelle auflisten. Dadurch zeichnet sich ein berufliches Profil vom Bewerber ab. Das ermöglichst es, einem Personaler schnell eine Einschätzung der Erfahrungen und Qualifikationen.

Bedeutsam: Den Lebenslauf gliedern


Eine übliche Form der Gliederung durch Überschriften ist folgende:
  1. Persönliche Angaben
  2. Berufserfahrung
  3. Fortbildungen
  4. Praktika
  5. Auslandserfahrung
  6. Nebentätigkeiten
  7. Studium
  8. Ausbildung
  9. Schule
  10. Qualifikationen: Sprachen und IT-Kenntnisse...
Wenn bestimmte Rubriken nicht zutreffen, lassen Sie diese weg. Standard ist es, die Daten auf der linken Seite des tabellarischen Lebenslaufes aufzuführen. Die Daten führen Sie von der neuesten Position bis zu ältesten auf. Die Berufstätigkeit wird so beschreiben: Zuerst die aktuelle Berufsbezeichnung, dann der Firmenname und zuletzt der Ort.

Ein Beispiel:

Berufserfahrung
09/2008 - heute           Projektingenieur, Phantom GmbH, Köln
02/2002 - 08/2008       Ingenieur für Werkstofftechnik, TOP-Dienstleistung GmbH, Köln

Lebenslauf schreiben: Das Wichtigste zuerst


Personaler müssen teilweise hunderte von Bewerbungen sichten und auswählen. Sie nehmen sich maximal 1-2 Minuten für die Vorauswahl Zeit. Wer nicht positiv auffällt, hat verloren. Das bedeutet für Sie: Das Wesentliche im Lebenslauf muss sofort ins Auge springen. Doch, was sind die wesentlichen Informationen?

Wesentliche Informationen für den Personaler


Einen ersten Hinweis erhalten wir durch den Blick in die Stellenanzeige. Meistens sind die Stellenangebote gegliedert. Die wichtigsten Absätze, um dem Lebenslauf mehr Kontur zu verleihen, sind Aufgaben und Profil. Darin werden die Erwartungen des Unternehmens an den zukünftigen Mitarbeiter formuliert.

Tätigkeitsmerkmale im beruflichen Werdegang


Sie unterstützen Ihre Berufsprofil neben den Angaben zur Berufsbezeichnung mit Ihren Aufgabenschwerpunkten. Es ist ratsam, die Berufsbezeichnung aus der Anzeige zu nehmen. Das schafft eine Verbindung zum Personaler und seinen „Suchbegriffen“

Welche Informationen sind für den Personaler relevant?


Zuerst schauen Sie in die letzten Zeugnisse. Das ist eine gute Vorgehensweise, um relevanten Daten zu erfassen. Im nächsten Schritt, sehen Sie sich die Aufgabenbeschreibung der Stellenanzeige genauer an. Jetzt werden die gesammelten Tätigkeitsmerkmale den passenden Berufsstationen im Lebenslauf zugeordnet. Der Personaler kann sich schnell ein gutes Bild über Ihren beruflichen Werdegang machen kann.

Hier ein Beispiel:

09/2008 - heute Projektingenieur, Phantom GmbH, Köln
  • Projektplanung zur Festlegung der Arbeitsabläufe auf Basis von Kundenspezifikationen
  • Erstellung von Projektkalkulationen und Prüfung der Kundenspezifikation in der Angebotsphase
02/2002 - 08/2008 Ingenieur für Werkstofftechnik, TOP-Dienstleistung GmbH, Köln
  • Ansprechpartner für spezielle Prozesse der Oberflächentechnik
  • Lösung werkstofftechnischer Probleme und Beratung der Kunden in allen Fragen der Werkstofftechnik mit Schwerpunkt auf Kunststoffe
Weniger ist mehr: Vier Seiten Fortbildungen sind zuviel. Ebenso 10 Tätigkeitsmerkmale. Alles, was von Ihren Kernkompetenzen ablenkt, hat nichts im Lebenslauf zu suchen

Nicht vergessen: Ein professionelles Design, perfektes Layout und ein gutes Fotos sind selbstverständlich. Wenn Sie meine Tipps anwenden, achten Sie darauf, den Lebenslauf an das jeweiligen Zielunternehmen anzupassen. Und nun viel Erfolg!

Montag, 6. Mai 2019

Berufliche Neuorientierung - der Karriereschritt ins Unbekannte?

Der erste Schritt zur beruflichen Veränderung und Neuorientierung

Sie denken ernsthaft über eine berufliche Neuorientierung nach. Sie möchten einen Schritt weiter auf der Karriereleiter kommen? Da sind Sie nicht alleine. Etwa ein Fünftel der Arbeitnehmer sind unzufrieden mit ihrem Arbeitgeber. Aber die Art und Weise der beruflichen Veränderung hängt stark von der Person und deren Charakterstruktur ab.

Zwei Pole: das Sicherheitsbedürfnis einerseits - die Lust am Abenteuer andererseits


Es gibt immer zwei Pole: das Sicherheitsbedürfnis einerseits - die Lust am Abenteuer andererseits. Das Sicherheitsbedürfnis und die Abenteuerlust sind bei jedem Menschen unterschiedlich stark ausgeprägt. So geht jeder die Neuorientierung anders an.

Einer strebt spontan den vermeintlichen Traumjob an. Ein anderer informiert sich über Chancen und Risiken und überlegt in welchem Umfeld er arbeiten will. Die Motivation sich beruflich zu verändern, sollte den Menschen eher zu einer Tätigkeit hin ziehen, als nur vom aktuellen Job weg treiben.

In der Regel gibt es zwei große Motivatoren: 


Entweder ist der Leidensdruck im alten Beruf sehr hoch oder die Leidenschaft für den neuen Job sehr groß.

Beantworten Sie zur Klärung folgende Fragen:
  • Wie lange sind Sie schon unzufrieden?
  • Haben die Gründe mit dem Chef, den Kollegen oder den Aufgaben zu tun?
  • Welche Perspektiven haben Sie im aktuellen Unternehmen?
  • Was reizt Sie an einer neuen Aufgabe?
  • Welche Erfahrungen bringen Sie dafür mit?

Grund Nummer eins für einen Jobwechsel: Perspektivlosigkeit oder eine Kündigung durch den Arbeitgeber

Statistisch gesehen, ist Grund Nummer eins für einen Jobwechsel die Perspektivlosigkeit oder eine Kündigung durch den Arbeitgeber. Wenn Sie das Gefühl haben, auf der Stelle zu treten und Sie keinerlei Aufstiegsmöglichkeiten im Unternehmen sehen, macht ein Jobwechsel Sinn.

Radikale berufliche Veränderungen, wie aus den Medien bekannt, also vom Banker zum Ökobauern, vom Zahnarzt zum Tauchlehrer oder von der Designerin zur Kapitänin sind eher selten. Die großen Umschwünge benötigen einiges an Vorlaufzeit, finanziellen Reserven, Lernbereitschaft, Durchhaltevermögen und neue Ausbildungen.

Aber es gibt auch kleinere berufliche Veränderungen. Der gleiche Job bei reduzierter Arbeitszeit oder in einer anderen Firma, einem anderen Team, in einer anderen Stadt. Auch das sind nicht zu unterschätzende neue beruflichen Herausforderungen.

Im Mittelpunkt der beruflichen Umorientierung stehen immer die Fragen: "Was will ich?", "Was kann ich?" "Was bin ich bereit zu riskieren?" "Was bin ich bereit zu investieren?" "Worauf kann ich verzichten?" Darauf gilt es eine individuelle Antwort zu finden. Denn viele wollen hoch hinaus, sind aber nicht bereit, Zeit, Geld und Kraft zu investieren.

Natürlich kann die berufliche Veränderung auch Angst machen. Gegen Ängste vor dem Unbekannten ist mentales Training oder Hypnose ein probates Mittel.

Den Prozess der Umorientierung starten


Man kann sich den Prozess der Umorientierung so vorstellen, wie wenn man einen Fluss überqueren möchte und noch nicht weiß wie. Da überlegt man auch, welche Möglichkeiten gibt es einen Fluss zu überqueren. Welche Risiken sind damit verbunden und welche Möglichkeiten stehen mir persönlich zur Verfügung. Doch je konkreter die Umsetzungsstrategie wird, desto klarer wird auch der Weg zur anderen Seite.

Wenn eine größere Veränderung ansteht, gibt es Hilfe von Außen.Dann bietet es sich schon an, einen Karriereberater zu Rate zu ziehen. Der Karrierecoach begleitet Sie beim Prozess der Jobsuche und Veränderung. In der Regel gibt es eine Analyse Ihrer Stärken, Ihrer Erfolge, Ihrer Ziele und Ihrer Zielunternehmen.

Mein  Berufsprofil


Es wird ein Berufsprofil erstellt und der Lebenslauf wird auf entscheidungsrelevante Informationen zusammengefasst. Fragen zur Entscheidung, ob eine Umorientierung ansteht:
  • Was können Sie am besten?
  • Was macht Ihnen am meisten Spaß?
  • Welche Aufgaben passen zu Ihnen?
  • Was wollen Sie verdienen?
  • Wie sollte die Umgebung des Arbeitsplatzes sein?
  • Was ist das zentrale treibende Motiv bei der Arbeit?
  • Welche Themen interessieren Sie am meisten?
  • Mit welchen Menschen möchten Sie zu tun haben?
  • Was sind Sie bereit zu investieren?
  • Was müssen Sie noch lernen?
  • Welche Komfortzonen müssen Sie verlassen?
Nach der Beantwortung dieser Fragen werden Sie klarer sehen. Am besten Sie investieren bei der beruflichen Neuorientierung in eine professionelle Karriereberatung und Karriere Coaching zur Prozessbegleitung.

Dienstag, 30. April 2019

Karriere machen - Chef werden!

Vom Mitarbeiter zum Chef

 

Endlich geschafft und doch enttäuscht! So geht es manchem Mitarbeiter, der seine erste Führungsposition antritt.

Sie sind seit kurzem Führungskraft eines Teams und haben gemerkt, dass sich der Umgang mit ehemaligen Kollegen verändert hat. Die sind jetzt ihre Mitarbeiter und haben bestimmte Erwartungen an Sie als Chef.
Aber auch das Unternehmen hält vielfältige Anforderungen bereit: Sie als neue Führungskraft sind für eine gute Atmosphäre am Arbeitsplatz verantwortlich. Auch für die Ergebnisse Ihrer Mitarbeiter sind Sie zuständig. Das bedeutet, schnell mit dem Team klar kommen, sonst sind Probleme nur noch eine Frage der Zeit.

Führungskraft werden – der nächste Karriereschritt?


Die Vorstellung, später einmal in Chef zu werden, haben oft ehrgeizige Mitarbeiter. Natürlich ist die Tätigkeit als Chef mit hohen Anforderungen verbunden. Doch die Aussicht auf Verantwortung, Verdienst und Ansehen überdeckt das.Vergessen wird oft die Führung der Mitarbeiter. Denn meistens werden Mitarbeiter zur Führungskraft, weil Sie fachlich gute und verlässliche Arbeit geleistet haben und nicht weil Sie gut Menschen führen können.

Neue Rolle - neue Spielregeln


Es wird unterschätzt, dass die Rolle einer Führungskraft andere Spielregeln beinhaltet als die eines Mitarbeiters. Als neuer Vorgesetzter muss man sich erst in die neue Rolle hineinfinden. Das fällt schwerer, wenn Sie zuvor Teammitglied in der gleichen Firma waren. 
Nun ist ein Rollenwechsel gefragt. Sie gehören nicht mehr zum Team. Grenzen Sie sich klar ab. Machen Sie sich bewusst, Sie gehören jetzt zur Führungsriege. Der vertrauliche Plausch mit alten Kollegen entfällt. Manche junge Führungskräfte sehen sich damit konfrontiert ältere erfahrene Kollegen führen zu müssen. Auch das kann eine schwierige Herausforderung sein. Anfangs ist das alles nicht immer ganz einfach.

Welche Anforderungen gilt es noch zu bewältigen?

  • Wie nehmen die Mitarbeiter Sie als Führungskraft wahr?
  • Mit welchen Erwartungen werden Sie konfrontiert?
  • Wie schaffen Sie Akzeptanz bei den Mitarbeiter für sich als Führungskraft?
  • Wie delegieren und kontrollieren Sie richtig?
  • Welchen Führungstil pflegen sie?
Das alles sind Fragen, auf die Sie Antworten finden müssen. Es ist sinnvoll, sich auf diese anspruchsvolle Führungsaufgabe vorzubereiten. Berufliche Fortbildungen oder Business Coaching sind unerlässlich, um Sie als Mitarbeiter auf Ihre neue Rolle und die damit verbundenen Anforderungen fit zu machen.

Ganz wichtig: Sie müssen die Führungsrolle und die Verantwortung annehmen - Ihre Mitarbeiter kennen, akzeptieren und motivieren.

Sie suchen für sich ein Business Coaching für Führungskräfte oder Nachwuchsführungskräfte, dann schauen Sie doch auf die Seite von www.make-it-better.de

Montag, 15. Januar 2018

Wer sollte sich auf ein Vorstellungsgespräch vorbereiten?

Tipps, Tricks, Kniffe für die Vorbereitung Vorstellungsgespräch
Vorbereitung Vorstellungsgespräch von pixabay.com

Vorbereitung für wen oder was? So meistern Sie jedes Vorstellungsgespräch!

1. Nervöse Bewerber mit unsicherem Auftreten

Viele Kandidaten die schon gescheitert sind, haben Angst vor fiesen Fragen im Vorstellungsgespräch. Sie verhalten sich unsicher oder sind sehr nervös, wenn sie an die Fragen und eigene Antworten im Vorstellungsgespräch denken. Gerade wenn Sie schon Absagen im Bewerbungsgespräch erhalten haben, ist das Auftreten vielleicht zu unsicher, die Antworten auf Fragen zu knapp oder das Verhalten zu ängstlich.

2. Bewerber, die lange kein Vorstellungsgespräch mehr geführt haben

Eine professionelle Vorbereitung vom Vorstellungsgespräch ist auch sinnvoll, wenn Sie sich schon viele Jahre nicht mehr beworben haben und nun nach 8-10 Jahren wieder ein Vorstellungsgespräch führen sollen. Häufig sind diese Bewerber verunsichert, was man von ihnen erwartet, wie sie kompetent und selbstbewusst auf Fragen des Arbeitgebers antworten sollen. Man stellt sich vielleicht diese Fragen:„Wie läuft wohl ein Bewerbungsgespräch ab? Was wird man gefragt? Wie soll man antworten? Wie hinterlasse ich einen professionellen Eindruck?“

3. Bewerber, die sich nicht vermarkten können

Es gibt eine große Anzahl von Fachkräften und Führungskräften, die eine gute Arbeit leisten, aber Schwierigkeiten haben, ihre Kenntnisse, Engagement und ihre Erfolge im Bewerbungsgespräch optimal darzustellen. Diese Personengruppe profitiert bei der Vorbereitung vom praktischen Training mit Hilfe eines Rollenspiels.

4. Bewerber mit Blackout oder Sprechblockaden

Eine weitere Gruppe von Bewerbern sind unsichere Menschen, die sich schnell aus dem Konzept bringen lassen oder aus irgendwelchen Gründen Ängste vor dem Vorstellungsgespräch aufbauen, die bis zu Blackout oder Sprechblockaden führen können. Da hilft Ermutigung durch den realistischen Blick auf die eigenen Stärken im lebensnahen Coaching des Vorstellungsgesprächs.

5. Unklare, unstrukturierte Bewerber

Es gibt Bewerber, die verwickeln sich im Vorstellungsgespräch immer in Widersprüche, können komplizierte Sachverhalte nicht einfach darstellen oder schweifen aus und langweilen die Jobinterviewer. Sie lernen im Training sich kurz zu fassen und mit Freude von ihren beruflichen Erfahrungen zu berichten.

6. Bewerber, die als Bittsteller auftreten

Nicht wenige Kandidaten, die keinen Erfolg im Vorstellungsgespräch haben,
treten als Bittsteller auf. Diese Menschen sollten bedenken, dass umfangreiche Erfahrungen zu bieten haben, sonst hätte das Unternehmen nicht eingeladen, nur max. 5-10% der Bewerber kommt überhaupt in die nähere Auswahl. Im Coaching werden die Erfolge herausgearbeitet und die Bewerber lernen zu der beruflichen Vergangenheit zu stehen, mit Stolz darauf zu schauen und üben genau diese innere Haltung bei Ihren Antworten im Vorstellungsgespräch zu vertreten.

7. Bewerber, die ins zweite Vorstellungsgespräch müssen

Jetzt geht es um alles – Bewerber stehen vor dem 2. Vorstellungsgespräch, bei dem in der Regel noch ein Mitbewerber im Rennen ist. In diesem zweiten Bewerbungsgespräch kommt es auf jedes Detail an: - Auftreten, rhetorische Fähigkeiten, Klarheit in der Argumentation, Präsentation der Fachkenntnisse, Kontaktfähigkeit, Mut!

Zur guten Vorbereitung gehört hier die Selbstanalyse:

Wie lässt sich die Wirkung meiner Aussagen über meine Berufserfahrung steigern?
Wie sieht die optimale Präsentation meines beruflichen Werdegangs aus?
Wie präsentiere ich meine individuelle Erfolgsbilanz?
Wie leiste ich bei dem Arbeitgeber erfolgreich Überzeugungsarbeit?

Praktisches Training des Vorstellungsgesprächs mit Hilfe eines Bewerbungscoach finden Sie bei make-it-better - der Agentur für Bewerbung & Coaching in Köln.

Montag, 11. Dezember 2017

Angst vor dem Vorstellungsgespräch - was tun?

Tipps bei Angst vor Vorstellungsgesprächen

Angst im Vorstellungsgespräch zu versagen https://pixabay.com/de/
Ein Vorstellungsgespräch zu führen, ist nicht ganz einfach. Jedes neue Vorstellungsgespräch bleibt selbst für erfahrene Bewerber immer noch eine unsichere Angelegenheit. Es besteht Unsicherheit darüber, was im Vorstellungsgespräch auf Sie zukommen wird. Welche Fragen werden Sie beantworten müssen? Was sagen Sie? Das kann Angst machen.

Die Teilnahme an einem Vorstellungsgespräch erzeugt ein hohes Maß an Druck und Stress bei den Bewerbern. Die eigenen Erwartungen: Sie wollen sympathisch, motiviert und kompetent wirken, einen möglichst guten Eindruck hinterlassen, verschärfen den Leistungsdruck.

Vielleicht sind Sie gerade arbeitslos und benötigen unbedingt den Job. Oder Sie möchten sich unbedingt beruflich verändern, weil es Probleme mit dem Chef gibt. Alles erzeugt Druck, Angst, Stress. Diese negativen Gefühle sind für ein erfolgreiches Vorstellungsgespräch nicht förderlich. Doch was tun?

Mit guter Vorbereitung des Vorstellungsgesprächs können Sie, die Chancen die Arbeitsstelle zu bekommen, deutlich erhöhen.

Zuerst sollten Sie an Ihrer Einstellung arbeiten. Denken Sie daran, die Einladung zum Vorstellungsgespräch ist ein positives Signal. Man hat Interesse an Ihnen und Ihren Fähigkeiten und Erfahrungen. Sprechen Sie mit Freunden und Familie, teilen Sie mit, wie Sie sich fühlen und welche Art der Unterstützung Sie sich wünschen. Informieren Sie sich über das Unternehmen und seine Philosophie. Suchen Sie nach Fotos der Personaler und überlegen welcher Art von Typ Ihnen im Vorstellungsgespräch gegenüber sitzt.

Legen Sie sich mögliche Antworten für Brüche, Lücken im Lebenslauf zurecht. Üben Sie im Rollenspiel den Ablauf des Vorstellungsgesprächs und die Antworten auf mögliche Stressfragen.
Machen Sie sich im Gedanken, wo Ihre Gehaltsvorstellungen liegen, und wie Sie diese am besten begründen. Überlegen Sie sich eigene Fragen. Das hilft Ihnen sicherer zu wirken.

Sollten diese Tipps nicht helfen und Sie größere Ängste und z. B. Sprechblokaden oder Blackouts haben, können Sie sich auch professionelle Hilfe bei einem Bewerbungscoach zur Vorbereitung auf das Vorstellungsgespräch bei Angst zu versagen, suchen.

Montag, 4. Dezember 2017

Fachkräftemangel: Mythos oder Wahrheit?

- Vorteile und Nachteile für Bewerber


Fachkräftemangel - Bild von https://pixabay.com/de/
Gibt es ihn nun den vielfach beschworenen Fachkräftemangel oder gibt es ihn nicht?

Klar ist auf jeden Fall: Das Angebot an Fachkräften wird aus demografischen Gründen zurückgehen. In Deutschland liegt seit 1972 die Sterberate höher als die Geburtenrate. Nach Einschätzung der Bundesagentur für Arbeit gibt es aktuell keinen flächendeckenden Fachkräftemangel in Deutschland.
Festzustellen ist, dass es in einigen Regionen und Branchen schwieriger ist, gute Arbeitskräfte zu finden als in anderen.  


In welchen Berufsgruppen gibt es Fachkräftemangel?

Allen bekannt ist sicher der Mangel an Erzieherinnen, Altenpflegekräften, Krankenpflegepersonal, Ärzten in ländlichen Regionen, Maschinenbauern oder  Handwerkern.

Aber es sind auch andere Fachkräfte, die rar werden oder nicht mehr zu so einem günstigen Gehalt zu bekommen sind. Zum Beispiel gibt es einen Bedarf an Bauingenieuren oder auch SAP-Berater mit Fachexpertise werden rar.

Ein Fachkräftemangel existiert, aber nicht überall in Deutschland

Der Fachkräftemangel existiert also in bestimmten Berufsgruppe und bestimmten Regionen. Für Betriebe in ländlichen Regionen oder im Osten von Deutschland wird es immer schwieriger, Fachkräfte z. B. im naturwissenschaftlich-technischen Berufen zu finden.

Verwerfungen, die einen punktuellen Fachkräftemangel fördern

Anderseits sind natürlich auch die Arbeitgeber durch die Zeiten, in denen mehr qualifizierte Arbeitnehmer auf dem Arbeitsmarkt waren als benötigt wurden, sehr verwöhnt worden.

Es kam durch die Finanzkrise 2004/2005 und die Wirtschaftskrise 2008/2009
zu unschönen Entwicklungen auf dem Arbeitsmarkt: ein Hochschrauben der Anforderungen an die Bewerber – Stichwort eierlegende Wollmilchsau, dadurch systematische Abschreckung guter Bewerber, fast flächendeckende auf 2 Jahre fixierte Zeitverträge für Young Professionals, ein Wunschdenken, was die Anzahl der Bewerbungen angeht, die in einigen Regionen und Berufen rückgängig sind oder auch niedrige Gehaltsvorstellungen der Unternehmen, die nicht dem aktuellen Arbeitsmarkt entsprechen.

Vorteile für Bewerber

Doch der Arbeitsmarkt kippt allmählich vom Arbeitgebermarkt zum Bewerbermarkt. Nutzen Sie als Bewerber ihre Chancen und loten Sie aus, was Arbeitgeber zu bieten haben, wenn Sie z. B. für 2-3 Berufsjahre in eine ländliche Region wechseln. Sollten Sie einen Beruf haben an dem es mangelt, könnte es für eine Neuverhandlung des Gehalts der richtige Moment sein.

Montag, 20. November 2017

Stellenanzeigen verschärfen Fachkräftemangel?

"Wir nehmen nur die beste eierlegende Wollmilchsau", sagen die Firmen und sorgen damit für eine hausgemachte Verschärfung des Fachkräftemangels.

Übertriebene Stellenanzeigen - Bild https://pixabay.com/de/
Die aktuellen Stellenangebote sind häufig ein Wunschkonzert gespickt mit Superlativen – Stichwort: eierlegende Wollmilchsau. Die Anzeigen entsprechen meistens nur zu einem kleinen Teil dem betrieblichen Alltag. Immer wieder werden auch die entscheidenden Fakten nicht im Stellenangebot genannt oder unklar dargestellt. 


Damit machen die Unternehmen es Bewerbern schwer, sich gezielt auf die Anzeige zu bewerben.


Unrealistische Stellenanzeigen schrecken Bewerber ab

Die Frage ist, ob diese Vorgehensweise tatsächlich zur besten Stellenbesetzung führt. Die Antwort darauf heißt klar: Nein. Unrealistische Stellenanzeigen schrecken potentielle Bewerber ab und sorgen für hausgemachten Fachkräftemangel. Doch das wird sich bald ändern. Wir steuern auf eine Zeit zu, in der gute Bewerber Mangelware sind. Man muss also anders auf potentielle neue Mitarbeiter zu gehen. Da werden die Firmen auch auf Kandidaten zugehen müssen, die in ihren Augen nur zweite oder auch dritte Wahl sind. Denn auch der zweit- oder drittbeste ist ein Gewinn für das Unternehmen.

Leider setzt sich diese Erkenntnis nur sehr langsam in den Köpfen der Entscheider durch. Firmen mit dieser veralteten Einstellung schaden sich auf Dauer damit.

Warum wird in Stellenanzeigen so übertrieben und undeutlich kommuniziert?

Es gibt mehrere Gründe: Einerseits schrecken Firmen Kandidaten bewusst ab, das kommt noch aus den Zeiten des Überflusses an Bewerbern. Andererseits leben wir in einer Ranking-Gesellschaft, bei der wir alle, wie in einer Castingshow den Besten wollen. Ob der „Beste“ dann wirklich auch seine Aufgaben gut erfüllt und mit seinen Kollegen gut auskommt, steht auf einem anderen Blatt.

Ein weiterer Faktor ist der Personaler. Er hat beim Formulieren der Anforderungen gern den Wunschkandidaten vor Augen. Häufig wird nicht eingehend genug mit der Fachabteilung über die benötigten Anforderungen gesprochen. Im ungünstigsten Fall bedeutet es, dass in der Firma keine Klarheit über die ausgeschriebene Stelle herrscht. Das ist im Ergebnis für alle Seiten verheerend.

Wie sieht eine aussagekräftige Stellenanzeige aus?

Eine Stellenanzeige ist gut, wenn bei den Bewerbern ein Bild von seinen zukünftigen Arbeitsplatz entsteht. Bewerber müssen nicht alle Anforderungen, die in der Anzeige aufgeführt sind, zu hundert Prozent erfüllen. Doch sie müssen eine Chance haben ihr Berufsprofil klar zu präsentieren. Das ist für die Unternehmen und die Bewerber von Vorteil.

Mein Appell an Firmen und Kandidaten: Mehr Mut zum Wesentlichen – weg mit den leeren Floskeln hin zu mehr ehrlichen Aussagen.











Montag, 6. Februar 2017

Gehaltsgespräch: Erfolgreiche Gehaltsverhandlung

Wie Sie Ihre Einkommensverhandlung optimal vorbereiten.

Gehaltsverhandlung Bild von https://pixabay.com/de/
Die Erinnerung an die Wirtschaftskrise 2008/2009 ist bei vielen Mitarbeitern und Führungskräften noch wach. Damals entwickelten sich Ängste vor Entlassung und sozialem Abstieg.

Das hatte Auswirkungen auf das Selbstbewusstsein der Mitarbeiter und Manager. Gehaltsforderungen verboten sich in der Folgezeit.

Doch times are changing. Mittlerweile hat sich die Wirtschaft wieder erholt. Sie wächst in Deutschland so stark, dass es in einige Branchen und Regionen schon zu Fachkräftemangel kommt. Ein einfaches Marktprinzip heißt: Sobald etwas rar ist, steigt der Preis.

Sie möchten für gute Leistungen gutes Geld zu bekommen. Dieser Wunsch ist Ihr gutes Recht und menschlich nachvollziehbar.

Wie können Sie diese Überlegungen strategisch in die Tat umsetzen?

Ein realistischer Zeitraum, um mehr Gehalt zu fordern, ist alle zwei Jahre. Vielen Mitarbeitern und Managern fällt es nicht leicht, in einer Einkommensverhandlung über den eigenen Wert zu sprechen. Damit das überhaupt geht, sollten Sie sich zuerst den eigenen Wert bewusst machen.

Denn die Gehaltsverhandlung fängt nicht erst an, wenn Sie Ihrem Chef gegenüber sitzen, sondern schon früher. Damit Sie Ihr Ziel erreichen können, ist eine gute Vorbereitung sinnvoll.

Stellen Sie Ihren Marktwert fest!

Ihren realen Wert könnten Sie testen, indem Sie einige Probebewerbungen an andere Firmen versenden.

Betreiben Sie aktives Selbstmarketing:

Ihr Gehalt hat viel mit Ihren Leistungen und der Präsentation dieser Leistungen nach außen zu tun. Am besten ist es, wenn Sie dazu praktische Beispiele aus dem Berufsalltag finden können. Es geht zuerst darum sich seinen eigenen Wert im Unternehmen bewusst zu machen, bevor man mehr Gehalt fordert.

Sie sollten sich folgende Fragen stellen und die Antworten schriftlich fixieren:
  • In welchen Bereichen sind Sie besonders engagiert? 
  • Wo leisten Sie mehr als erwartet wird?
  • In welchem Gebiet sind Sie für Ihr Unternehmens unentbehrlich?
  • Was bekommt Ihr Chef von Ihren Leistungen mit?
  • Hält er Sie für einen wertvollen Mitarbeiter? Warum?
Bereiten Sie die Gehaltsverhandlung richtig vor.

Informieren Sie sich über die üblichen Gehältern und Spannen von Gehaltserhöhungen in Ihrer Branche und Position. Sammeln Sie Fakten über die Situation des eigenen Unternehmens, welche Gewinne oder Verluste wurden verbucht, wie sehen die nahen Zukunftschancen aus?

Wechseln Sie die Perspektive: 

Bei Verhandlungen ist es immer gut sich in die Rolle des Gegenüber zu versetzten. So können Sie besser die Motive, Argumente und Schwachpunkte erkennen. Da können Sie dann bei Ihrer Gehaltsverhandlung ansetzen.

Stellen Sie sich diese Fragen und schreiben die Antworten auf:
  • Wären Sie als Chef bereit, Ihnen eine Gehaltserhöhung zuzugestehen? 
  • Wenn ja, warum? Wenn nein, warum nicht?
  • Welche Leistung, die ein höheres Gehalt rechtfertigen würde, würden Sie als Vorgesetzter von Ihnen als Mitarbeiter erwarten?
Wählen Sie den richtigen Zeitpunkt für das Gehaltsgespräch:

Im Frühjahr ist ein guter Zeitpunkt, um mehr Gehalt einzufordern.  Außerdem sollten Sie sich überlegen, an welchen Tagen und zu welchen Zeiten der Chef am besten Zeit hat. Weiterhin sollten Sie das Eisen schmieden solange es heiß ist. Eine Gehaltsverhandlung ist aussichtsreich, wenn Sie gerade einen tollen Erfolg hatten oder eine gute Leistung vorzeigen können oder wenn sich das Unternehmen im Aufwind befindet und die Geschäfte gut laufen.

Einstimmung auf die Gehaltsverhandlung

Für eine erfolgreiche Verhandlung sind eine positive Einstellung und eine gute Stimmung von Vorteil. Denken Sie daran: Sie haben etwas zu bieten und dafür haben Sie auch einen angemessenen Gegenwert verdient.

Verhandlungstipps:
  1. Greifen Sie nie Ihren Vorgesetzten an, auch wenn Sie frustriert sind. Sie sollten Ihren Gehaltswunsch als eine Win-Win-Lösung präsentieren. 
  2. Sie sollten folgende Frage beantworten können: Wieso sollte mein Chef ein Interesse daran haben, mir ein höheres Gehalt zu zahlen? 
  3. Stellen Sie nur Gehaltsforderungen, die Ihr Chef auch erfüllen kann. Es nutzt nichts, wenn Sie sich auf eine bestimmte Summe versteifen, die Ihr Chef nicht zu zahlen bereit ist. 
  4. Überlegen Sie besser, was sonst noch an Vergünstigungen für Sie sinnvoll sind. Sie könnten ertragsabhängige Vergünstigungen vereinbaren, oder steuerfreie oder steuerermäßigte Zusatzleistungen, Sachleistungen, Direktversicherungen, Pensionszusagen, etc. 
  5. Weitere Verhandlungspunkte könnten bezahlte Weiterbildungsmaßnahmen, ein Dienstwagen, Essensgutscheine, Sprachurlaube, bezahlter Sonderurlaub oder ähnliches sein. 
  6. Beziehen Sie dabei Ihre tatsächlichen Leistungen, die Situation des Unternehmens und die Person Ihres Vorgesetzten in Ihre Verhandlung mit ein. 
  7. Präsentieren Sie Ihre Leistungen ruhig und sachlich. 
  8. Nennen Sie Fakten und Zahlen als Argumente. 
  9. Wenn Sie Ihren Gehaltswunsch mit Zahlen und Daten, die mit dem Erfolg des Unternehmens verbunden sind, untermauern können, ist das für Sie positiv.
Ihr Chef hat Ihre Gehaltserhöhung abgelehnt?

Es kann sein, dass Ihr Chef Ihre Gehaltserhöhung ablehnt. Sehen Sie das nicht als Scheitern, sondern als Chance, beim nächsten Gespräch erfolgreich zu sein. Ihr Verhalten entscheidet nun, wie es für Sie in der Firma weitergeht – und wann die gewünschte Gehaltserhöhung schließlich genehmigt wird. Ziegen Sie sich weiter engagiert und einsatzbereit und warten auf Ihre Chance. Denn eine abgelehnte Gehaltserhöhung ist nur für 11 % der befragten Angestellten der Auslöser, um sich nach einem neuen Job umzusehen,  ergaben Studien des spezialisierten Personaldienstleisters Robert Half.

Sie möchten Ihre Gehaltsverhandlung professionell vorbereiten? Dann können Sie sich an den Business Coach Jürgen Zech aus Köln wenden.

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Weiterführende Links zum Thema Gehalt, Gehaltsverhandlung, Einkommensverhandlung:

Gehaltsverhandlung: Die 10 größten Fehler
https://www.monster.at/karriereberatung/artikel/gehaltsverhandlung-die-10-groessten-fehler-64016

Gehaltsverhandlungen - Sieben goldene Regeln
http://www.spiegel.de/karriere/gehaltsverhandlung-sieben-tipps-fuer-mehr-einkommen-a-1011988.html

Erfolgreiche Gehaltsverhandlung
https://www.roberthalf.de/news-info-center/karriere-center/karriere-tipps/karriereentwicklung/erfolgreiche-gehaltsverhandlung

Die sieben Todsünden der Gehaltsverhandlung
http://www.stepstone.de/Karriere-Bewerbungstipps/gehalt/die-7-todsuenden-der-gehaltsverhandlung.cfm

Gehaltsverhandlung: Die 14 besten Tricks
http://karrierebibel.de/gehaltsverhandlung/

Gehaltsverhandlung von Chefseite
http://www.zeit.de/karriere/beruf/2011-06/chefsache-gehaltsverhandlung



Montag, 19. Dezember 2016

Perfekte Bewerbung: Fehler, Probleme, Tipps

Sie suchen nach den ultimativen Tipps für die perfekte Bewerbung?

© https://pixabay.com/de/bewerbung-anschreiben
Wahrscheinlich ist das jetzt schon die zigste Seite im Internet, die Sie konsultieren. Je mehr Sie lesen, umso verwirrter werden Sie.

Die Tipps für die perfekte Bewerbung im Internet sind oft recht banal: Keine Rechtschreibfehler machen, den Namen der Firma oder des Ansprechpartners richtig schreiben oder E-Mail-Adresse und Telefonnummer nicht vergessen.

"Das Anschreiben ist der individuellste Part der Bewerbung. Hier solltest du inhaltlich immer ganz genau an das Anforderungsprofil der Stellenanzeige eingehen," meint berufsstart.de

Einen weiteren Bewerbungstipp finden wir bei der Karrierebibel: "Falsch wäre, nur die Höhepunkte der Biografie zu wiederholen. Kondensieren Sie vielmehr Ihre Leistungen, Erfahrungen und Erfolge zu einem flammenden Plädoyer für sich selbst.... Soziale Kompetenzen stehen im Vordergrund."

Die Stellenvermittlungsplattform experteer.de gibt den Tipp: "Im Prinzip geht es darum, auf Ihre Leistungen aufmerksam zu machen und zu beschreiben, wie Sie diese erreicht haben. Beginnen Sie mit einem aktiven Verb und präsentieren Sie Ihre Erfolge mit einem numerischen Maß. Ziehen Sie einen Basiswert für den Vergleich hinzu. Beschreiben Sie im Detail, was Sie unternommen haben, um diese Verdienste zu erreichen."

Haben Ihnen diese Tipps und Ratschläge bis jetzt weiter geholfen?

Doch nun holen wir uns Hilfe von einem Fachmann, der es wissen muss. Die perfekte Bewerbung? Der Personalchef von Google Laszlo Bock weiß Rat. Er muss es wissen, denn google erhält jedes Jahr erhält mehr als zwei Millionen Bewerbungen.

In einem Gespräch mit der „New York Times“ lüftete Laszlo Bock das Geheimnis der perfekten Bewerbung. Er nannte dazu ein praktisches Beispiel für eine Bewerbung als Schreiber für der „New York Times“: „Während der Durchschnitt der anderen Journalisten bei sechs Artikeln liegt, wurden von mir 50 Artikel veröffentlicht, und zwar weil ich drei Jahre lang tiefe Einblicke in den folgenden Bereich ... geliefert habe.“

Meine vier praktischen Tipps für das perfekte Bewerbungsschreiben:

1. Schritt zum erfolgreichen Anschreiben:

Stellenanzeige genau lesen:

Welche Aufgaben sollen Sie erfüllen?
Welche formalen Voraussetzungen / Abschlüsse werden erwartet?

2. Schritt:

An Hand der eigenen Zeugnisse / Lebenslauf prüfen, ob und in welchem Umfang Sie die Aufgaben schon durchgeführt haben.
Prüfen, ob Sie alle formalen Kriterien erfüllen.

3. Schritt:

Meist lässt man sich von dem Wunsch nach beruflicher Veränderung leiten und nicht von dem Nutzen, den man einem neuen Arbeitgeber bringt. Deswegen Ehrlichkeit gegen sich selbst zeigen, wenn man die Kernaufgaben noch nie oder nur selten gemacht, ist es keine gute Idee sich darauf zu bewerben. Ihr Anschreiben kann dann nur sehr floskelhaft und wenig aussagekräftig werden.

4. Schritt:

Erinnern Sie sich vielleicht noch an den Deutschunterricht in der Schule?

Ein gutes Anschreiben benötigt eine klare Struktur. Es hat einen Anfang für die erste Aufmerksamkeit, einen Mittelteil mit den beruflichen Erfahrungen und einen Schluss mit den sozialen, kulturellen oder sonstigen Kompetenzen. Der vorletzte Satz vor dem Wunsch auf eine Einladung zum Vorstellungsgespräch kann auch noch einen Appell an den zukünftigen Arbeitgeber enthalten.

Da ein Personaler wenig Zeit hat, haben Sie nur wenige Augenblicke, in denen Sie seine Aufmerksamkeit gewinnen müssen. Wichtig: Ein guter aussagekräftiger Startsatz, damit der Personaler auch Lust hat weiter zu lesen.

Hier einige Beispiele für Anfangsätze: „Als Eventmanagerin für das Fünf-Sterne-Hotel XY habe ich in den letzten fünf Jahren Großveranstaltungen vom Ärztekongress bis zur Fürstenhochzeit organisiert." Oder: „Electronic Commerce, Informationsmanagement und Logistik sind die Schwerpunkte meines Studiums der BWL, das ich im vergangenen Monat mit der Note 1,3 abgeschlossen habe." Oder: „Sie brauchen einen stressresistenten Helpdesk-Mitarbeiter? Mich kann kein Anruf mehr aus der Fassung bringen. Alle Katastrophen des Informatikeralltags habe ich bereits erlebt. Deswegen kann Ihnen auch die kniffligsten IT-Probleme lösen."

Nun in einfachen Sätzen im Anschreiben auf die einzelnen Aufgaben eingehen. Sie beschreiben dem zukünftigen Arbeitgeber, wie und in welchem Umfang Sie schon diese Aufgaben bei einem anderen Arbeitgeber erledigt haben.

Dabei ist es sinnvoll sich auf Zahlen, Daten und Fakten zu beschränken. Oft wird die Firma gelobt, das ist jedoch Zeitverschwendung. Denn entweder ist der Personaler von seinem Unternehmen überzeugt, dann ist es nicht nötig oder es ist eher eine Zwangsehe, dann amüsierter er sich bestenfalls. Meiner Meinung nach hilft Ihnen die Anpreisung des Unternehmens nicht weiter, sondern schadet Ihnen eher.

Deutlich nützlicher ist es, in der Bewerbung von eigenen Erfolgen zu berichten:

"Die Verkaufskosten konnten von mir innerhalb der letzten 3 Jahre um 15 % gesenkt werden." Oder: "Trotz Kostensteigerungen (Treibstoffe/Löhne) konnten die Betriebskosten von mir in zwei Jahren um über 10 % reduziert werden." Oder: "Bei der Studie zur Zufriedenheit der Mitarbeiter durch eine renommierte Agentur schnitt der Vertrieb mit deutlichem Abstand vor allen anderen Bereichen ab." Oder: "Auszeichnung für innovatives Management im Projekt ABC erhalten."

Und denken Sie immer daran: Lange ist der Weg durch Lehren, kurz und wirksam durch Beispiele. In diesen Sinne: Viel Erfolg bei Ihrer Bewerbung!

Sie kommen alleine mit Ihrer Bewerbung nicht klar? Schauen Sie mal unter diesem Link www.bewerbung-training.de.




Montag, 7. November 2016

Vom Mitarbeiter zur Führungskraft

Sie sind jetzt Chef: Sie haben eine neue Rolle übernommen und das hat Folgen!

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Ihr Verantwortungsbereich hat sich nun geändert, sie sind jetzt nicht mehr einer unter vielen und können sich vor der Verantwortung verstecken. Sie sollten jetzt Einiges überdenken: Ihr Auftreten und Ihr Verhalten wird jetzt anders bewertet. Sie stehen mehr unter Beobachtung durch die Mitarbeiter und durch Ihre eigenen Vorgesetzten.

Ein weiterer Aspekt: Sie gehören nicht mehr zu einer Gruppe von Kollegen. Ihre ehemaligen Arbeitskollegen sind jetzt Ihre Mitarbeiter. Sie können nun nicht mehr gemeinsam über den Chef lästern, denn jetzt sind Sie der Chef. Daraus ergibt sich eine Distanz zu Ihren früheren Kollegen. Das ist anfangs nicht ganz einfach.

Wie gehen Sie mit Ihrer neuen Rolle als Chef um?

Oft wird man zur Führungskraft gemacht, weil man fachlich gute und zuverlässige Leistung erbringt und nicht weil man Mitarbeiter führen kann. Wichtig: Sie müssen die Führungsrolle und Verantwortung annehmen wollen – nicht nur die Position und den Titel.

Zu Beginn Ihrer neuen Rolle als Führungskraft sollten Sie in alle Richtungen kommunizieren:
  •     mit Ihrem Vorgesetzten
  •     mit Ihren Mitarbeitern
  •     mit sich selbst.
Nur so können Sie sich Klarheit darüber verschaffen, welche Erwartungen und Anforderungen konkret an Sie gestellt werden.

Sie sollten sich als neue Führungskraft folgende Fragen stellen:
  • Wie erreichen Sie mit Ihren Mitarbeitern die vorgegebenen Ziele?
  • Wie erarbeiten Sie sich den Respekt Ihrer Mitarbeiter?
  • Wie finden Sie in Ihrer neuen Rolle als Chef eine Balance zwischen Nähe und Distanz?
  • In welchen Situationen verhalten Sie sich empathisch und wann setzen Sie sich durch? 
  • Wie führen Sie ältere und erfahrene Mitarbeiter?
  • Welche Aufgaben einer Führungskraft übernehmen Sie mit welchem Ziel?
  • Welche Schwächen in der Organisation wollen Sie nun als Führungskraft beheben?
Als Führungskraft werden Sie nicht mehr länger nur nach Ihrer eigenen Fachtätigkeit beurteilt, sondern nach der Gesamtleitung Ihres Teams. Dazu ist es wichtig richtig delegieren zu lernen. Aufpassen sollten Sie, dass Sie vorbehaltlos und zeitnah über die wichtigen Sachverhalte informiert werden. Haben Sie keine Angst Entscheidungen zu treffen. Machen Sie klare Ansagen. Bringen Sie auch die kritischen Themen auf den Tisch.

Auf jeden Fall ist in der neuen Position Fingerspitzengefühl gefordert: Nicht autoritär aber auch nicht anbiedernd.

Seminartipp: Vom Kollegen zum Vorgesetzten: https://www.haufe-akademie.de/87.56
Praxistipp: http://www.business-netz.com/Karriereentwicklung/Ploetzlich-Fuehrungskraft-Wechsel-erfolgreich-bewaeltigen